
Die Grundidee von Shareware-Games ist eine nutzerfreundliche Idee. Bevor der Kunde Geld für das Spiel zahlt, hat er die Möglichkeit, es zu testen. Bei Nichtgefallen entstehen so keine unnötigen Kosten. Um einen eventuellen Missbrauch zu vermeiden, müssen sich die Hersteller solcher Spiele aber Schutzmechanismen ausdenken. Denn würden sie die Vollversionen dem Nutzer überlassen, müssten sie auf dessen Ehrlichkeit vertrauen: Entweder sendet er das Spiel bei Nichtgefallen zurück bzw. deinstalliert es, oder er bezahlt den Kaufpreis im Nachhinein tatsächlich. Obwohl dieses System als Shareware in “Reinform” gilt, hat es sich aus naheliegenden Gründen nicht durchgesetzt. Viele Nutzer spielen die Shareware-Games, ohne den Preis dafür zu bezahlen. Die finanziellen Einbußen für die Softwareunternehmen sind immens und auf Dauer nicht zu tragen.
Üblicherweise werden stattdessen nur eingeschränkt nutzbare Teilversionen eines Spiels kostenfrei bereitgestellt. Gespielt werden kann beispielsweise nur der erste Level. Um den Rest des Spiels zu erhalten, ist dann eine kostenpflichtige Registrierung dieser Demoversion notwendig. Das Risiko für die produzierenden Softwareunternehmen verringert sich so drastisch. Auf der anderen Seite wäre ein kompletter Verzicht auf solche Shareware-Versionen aus marketingtechnischer Sicht schwierig. Zu lange haben sich Spieler daran gewöhnt, vorab testen zu können, wofür sie bezahlen sollen.
Schon früh begannen daher einige Unternehmen, Shareware-CDs zusammenzustellen. Lizenzen müssen bei einer solchen Compilation nicht bezahlt werden. Lediglich der Service des Zusammenstellens ist für den Käufer kostenpflichtig. Um Missverständnisse zu vermeiden, sollte darauf explizit hingewiesen werden. Im Zuge der wachsenden Internetnutzung haben sich – um diese Distributionskosten einzusparen – diverse Internetportale herausgebildet, die Listen von Shareware-Games bereitstellen. Hier kann der User nach Genres oder Erscheinungsdatum sortieren, um die für ihn passende Demoversion eines Spiels herunterzuladen. Die vormals kostenpflichtige Bereitstellung der Spiele entfällt hier, da sich die Portale in der Regel über Werbung finanzieren.
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